Warum überquerte
das Huhn die Straße?

Umfassende Antwort
auf eine alte Frage

Hier wollen wir uns mit einem anderen Tier beschäftigen, dem Huhn. Was würden berühmte Persönlichkeiten antworten, wenn sie gefragt würden: "Warum überquerte das Huhn die Straße?"

Wenn du noch Antworten von anderen Persönlichkeiten weißt, dann schick sie uns! Vielen Dank im Voraus!


Bill Gates: Das war eine Beta-Version. Das richtige Huhn kommt erst Mitte 2000.

Aristoteles: "Es ist die Natur von Hühnern, Straßen zu überqueren."

Ronald Reagan: "Hab ich vergessen ..."

Bill Clinton: "Ich war zu keiner Zeit mit diesem Huhn allein!"

Karl Marx: "Es war historisch unvermeidlich."

Boris Becker: Bin ich schon drüber, äh?

Darwin: Hühner wurden über eine große Zeitspanne von der Natur in der Art ausgewählt, daß sie jetzt genetisch bereit sind, Straßen zu überqueren.

Gerhard Schröder: Meine Frau ist jedenfalls noch da, die kann's nicht gewesen sein.

Otto Baric (österreichischer Fußballnationaltrainer): "Huhn hat Gegner maximal getrickst, gute Tackling, immer viel vor auf Straße, wie ich alle gesagt, maximal vor und über Straße, bevor die Gegner merkt. Ist Rezept von maximale Erfolg."

Erwin Ringel: "Das Huhn, dem man die Kindheit übergestülpt hat wie einen Honigtopf, hat bemerkt, wie jetzt die ganze Kindheit wie der Honig an ihm herabrinnt, und da hat es seine ganze Hühnerseele ins Spiel geworfen, um aus dieser Kindheit auszubrechen, auszubrechen auf die andere Seite der Straße - was der Seele der Österreicher völlig widerstrebt."

Anton (Toni) Polster: "Ahsooo, des Hendl? Ahsooo?"

Franz Vranitzky: "Nun, äh, das Huhn hat eben, äh, den gegebenen Handlungsbedarf, äh, erkannt, äh, die Straße, äh, zu überqueren."

Fox Mulder (zu seiner Partnerin): "Sie haben das Huhn mit Ihren eigenen Augen die Straße überqueren sehen. Wieviele Hühner müssen noch die Straße überqueren, bevor Sie es glauben?"

Ernest Hemingway: "Um zu sterben. Im Regen."

Erhard Busek: "Bunte Hühner wie wir wechseln eben gern den Standpunkt. Vielleicht. 's wär' doch eine Möglichkeit. Der Bürger will das so."

Captain James T. Kirk: "Um dahin zu gehen, wo noch kein Huhn vorher war."

Heide Schmidt: "Die Freiheit des Huhns ist unteilbar. Dafür stehen wir. Das fordern wir dringlich ein." (Ist mit ihrer österreichischen Partei aus dem Parlament geflogen ...)

Walter Schiejok: "Meine Redaktion und ich, wir haben uns des Huhns angenommen, und ich muss sagen, das ist doch wirklich eine Frechheit, typisch für dieses Land - könnte man sagen - dass man über so was auch heute immer noch diskutieren muss. Man sollte doch wirklich glauben, ein Huhn könnte heutzutage eine Straße überqueren, ohne von den Behörden einen Prügel zwischen die Beine zu bekommen."

Staberl: "Meine Generation, wir waren ja damals schon nie wirklich gegen die Hühner, natürlich haben wir nie verstanden, warum wir nicht weiter Hendl dazu sagen durften, obwohl sie sich ja selbst als solche sehen."

Günter Nenning: "Ich hab mich als Huhn verkleidet und die Flughafenautobahn überquert. Da hab ich mich das erste Mal als junger Grüner gefühlt."

Bischof Krenn: "Es mag ja angehen, dass von Rom geduldete Hühner die Straße überqueren, aber ich möchte mich schon klar ausdrücken, in meiner Diözese möchte ich das nicht sehen. Und wer anderer Meinung ist, der kann ja mit dem Huhn gehen."

Edith Klinger: "Ein liebes kleines Henderl hätt' ma da, zwei Jahre alt, stubenrein und sterilisiert. Es hat leider als letztes ein sehr unaufmerksames Herrl ghabt - ja, so was gibt's leider auch immer noch - und da ist's beim Überqueren der Straße vorm Hof von einem bösen Auto angefahren worden. Ja, so böse Menschen kann's geben! Na, und jetzt ist's am linken Fußerl leider ein bisserl lahm. Aber bei einem lieben Menschen, an einem guten Platzerl, legt es sicher noch ein paar Jahre lang treu Eier. Bitte, bitte, bitte, bitte ..."

Arnold Schwarzenegger: "Bewaigung is deis wichtigste. Deis Haindl tuat jouggen, jouggen, jouggen."

Auskunft des Finanzamtes: "Angesichts der Tatsache, dass dem Huhn als Angestellter des Hühnerhofes ohnehin das allgemeine Verkehrsabsetzpauschale zusteht, kann eine etwaige Straßenüberquerungsmaut nicht den Werbungskosten hinzugerechnet werden. Außerdem ist zu überprüfen, inwieweit nicht auch eine - zumindest teilweise - private Nutzung der Straße vorgelegen hat. Jedenfalls sind von den Essenskosten bei der Überquerung 20 v. H. Eigenbedarf abzuziehen. Gegen diesen Bescheid kann innerhalb von 14 Tagen (in Worten: vierzehn) schriftlich Einspruch erhoben werden."

Chris Lohner: "Achtung, Gleis 1, Huhn fährt durch."

Helmut Zilk: "Ja, is ein liebes Henderl, ich kenn's ja noch von klein auf, da simma noch miteinander über die Straße gangen, freut mich, dass jetzt was aus ihm gworden is, dass' jetzt allein über die Straßn kommt. Mit der richtigen Einstellung geht's ja doch, net wahr?"

Bruno Kreisky: "Ich bin der Meinung, besser ein Huhn, das die Straße überquert, als ein Arbeitsloser mehr. Ich kann Ihnen zwar momentan nicht sagen, ob ein solcher Fall im schwedischen Modell vorgesehen ist, aber das wird noch zu prüfen sein."

Kardinal Groer: "..." (Schweigen)

Hugo Portisch: "Und das war und ist symptomatisch für die neue Republik: Der Wechsel der Seiten, das Überbrücken von Gräben, das Aufeinanderzugehn, quer über alle Ideologien und Straßen. Der österreichische Weg zeigt sich wieder einmal klar am Beispiel des einfachen Huhnes von der Straße."

Lotte Ingrisch: "Ich habe mit dem toten Huhn im Jenseits kommuniziert, und es vergibt denen, die an seinem Tod Schuld tragen."

Martin Luther King, jr.: "Ich sehe eine Welt, in der alle Hühner frei sein werden, Straßen zu überqueren, ohne dass ihre Motive in Frage estellt werden."